Schwabach

Bei gutem Wetter fuhren 35 Seniorinnen und Senioren nach Schwabach um dort in die Berufswelt der Goldschläger einzutauchen. Es war hochinteressant was uns Herbert Vestner über die Geschichte seines Berufes sagen konnte, wie auch über die Geschichte der Goldschläger in Nürnberg und warum dieser Beruf nach Schwabach kam.
Aus Nürnberg wurde nämlich ein Goldschläger ausgewiesen, der sich dann in Schwabach ansiedelte. Dabei stellte sich dann heraus, dass der Standort Schwabach aufgrund seiner geologisch-klimatischen Gegebenheiten besser für dieses Handwerk geeignet war, worauf sich viele der in Nürnberg ansässigen Goldschläger nach Schwabach aufmachten.
Es war für alle Teilnehmer beeindruckend, wie Herr Vestner seine bis zu 12 kg schweren Hämmer virtuos handhabte, wie der Wechsel des schweren Hammers von der linken in die rechte Hand ohne Beeinträchtigung des Taktes vonstatten ging und wie er gleichzeitig das Paket mit den Goldplättchen drehte und wie dann die Goldplättchen immer dünner wurden. Nach exakt 6836 Schlägen ist das Blattgold mit einer Stärke von ca. einem tausendstel Millimeter entstanden.
Es war ein Einblick in ein nicht alltägliches Handwerk.
Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Fabrikmuseum in Roth. Auch hier alte Arbeitstechniken an sehr alten, jedoch arbeitsfähigen Maschinen. Wir konnten an diesen Maschinen sehen, wie Borde und Bänder entstehen, wie Anschlussschnüre für Telefone verdrillt werden und auch wie Weihnachtsschmuck gefertigt wurde.
Es war sehr interessant zu sehen, wie sich die Maschinen im Laufe der Zeit fortentwickelten.
Nach einem Zwischenaufenthalt in der Kleinbrauerei Fürnheim bei Kaffe und Kuchen oder einer Brotzeit ging dieser erlebnisreiche Tag zu Ende.

 

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