nach Büsum

Seniorenreise nach Büsum, 27.05.-10.06.2008

Wer meint, er kann im Bus drin 13 Stdn. hocken,
und hernach im 4*-Hotel zum Essen noch frohlocken,
dem kann man die Reise nach Büsum schon empfehlen,
denn im Fegfeuer muss man sich noch mehr quälen.
Ein Fahrer nicht mehr jung an Jahren,
hat uns mit Können nach Büsum gefahren.
Beim Laden der Koffer, er hatte Pratzen wie Bruno der Bär,
drum waren unsere Möbel für ihn nicht zu schwer.
Um 7.07 Uhr in Augsburg die Reise begann,
nach 13 Stunden kamen wir in Büsum an.
Die Heimleiterin war froh als wir endlich kamen
und die Schlüssel in Empfang von ihr nahmen.
Als sie dann uns Auslaufmodelle alle gesehen,
musste sie sofort dringend in Urlaub gehen.
Bevor ich in meinen Erinnerungen weiterfahre,
möchte ich den Männern und dem Hausmeister Danke sagen.
Denn wie von Geisterhand,
jeder sein Gepäck schon im Zimmer fand.
Nach dem ersten Tag mit vielen Eindrücken gespickt,
haben wir uns alle in unseren Betten verdrückt.
Unsere Futterkrippe hatte den Namen „Friesenhof“,
was die uns kredenzt verdient auch ein Lob.
Nur der Weg dorthin war für Behinderte schon weit,
es trübte etwas die Gaumenfreud.
Ein Fahrrad kurz nach Christi Geburt in Verkehr gekommen,
habe ich mir zur Erleichterung für einige € genommen.
Somit waren meine Haxen getröst,
und wieder ein Problem gelöst.
Mit einer als Zug maskierten Straßenbahn,
durften wir in und um Büsum spazieren fahrn.
Die Federung von dem Gerät war unterm Hund,
der Spezialist am Nachmittag wusste, dass vom Kreuz
her keiner ist g’sund.
Frau Pastor von St. Clemens wusste bis ins kleinste Bescheid,
ich glaube, sie war dafür in der Küche vom Kochen befreit.
Der Rest des Tages zur freien Verfügung,
für mich persönlich kein besonderes Vergnügen.
Die Fülle von Waren und Klamotten hatten im Laden kaum Platz,
drum stand haufenweis Glump bis draußen auf der Strass.
Fluchtartig habe ich für 1,80 € die nächste Trambahn erklommen,
bin ohne erkennbaren Schaden ins Ferienheim gekommen.
Wie um 950 bei uns haben die Hunnen gehaust,
hat es die Leute im Norden vor den Wikingern graust.
Mit Booten kamen sie wie zur Kaffeefahrt hoch aus dem Norden,
dabei wollten sie nur stehlen, brandschatzen und morden.
Bei Schleswig ein Ort namens Haithabu,
ging es wahrscheinlich lustig zu,
da ham’s a rechte Gaudi g’habt
und etliche kleine Wikinger g’macht.
Der Dom in Schleswig lädt zur Ruhe u. Besinnung ein,
wobei die Schnitzereien im Altar besonders fein.
Leben und Sterben Christi wird hier hervorragend gezeigt,
die Arbeit des Schnitzers Brüggemann für den Betrachter eine besondere Freud.
Die Wattlöpers mit Namen Spreu waren miteinander im Heu,
seitdem sind sie sich als Ehepaar treu.
Mit einem Diavortrag haben sie uns dargebracht,
wie das Meer oft unvorhersehbare Sorgen macht.
Die Tierbilder nach der Pause von besonderer Klass,
für uns, die da zugeschaut, war’s ein besonderer Spaß.
Im Jahr 1621 alles begann,
da legte ein Herzog Friedrich III den Ort Friedrichstadt an.
Als Mann von Adel er kein Arbeitsgwand hatte,
deshalb kamen von der Religion vertriebene Holländer zum Bau der Grachten.
Wir durften in einer Halbtagesfahrt dies alles betrachten,
zum Abschied gab es in einem Sauna-Raum Kaffee und Kuchen,
Herr Kraus konnte dies alles übers Erholungswerk buchen.
Im Haus angekommen, schweißnass als wäre ich in die Treene gefallen,
konnte ich nur noch Dusche lallen.
Mit Liederabend, Tanz und reichlich Applaus,
klang, es war kaum zu glauben, schon der 9te Tag aus.
Der letzte Ausflug ging nach Bovenau,
wo Maria-Magdalena-Kirche und umliegende Güter echt eine Schau.
Das alles an Eider und Nord-Ostsee-Kanal gelegen,
ist wirtschaftlich gesehn für die Region ein Segen.
Die sachkundige Führerin hatte für uns noch a’ besondere Freud,
in einem Partyzelt stand schon Torte und Kaffee bereit.
Zum Abschluss möchte ich vielleicht auch in Euer Namen,
Johann Kraus und seiner Frau herzlich Vergelts Gott sagen.

Den Freunden aus Württemberg sag ich Adele,
ihr ward nette Leut, ihr werdet uns fehlen.

Büsum und die uns betreuten, ein liebes Moin Moin,
der Eine oder Andere wird sicher wieder mal kommen.
Bis wir wieder mal dank Kraus 13 Stdn. Omnibus fahren,
möchte ich den Augsburgern leise „Servus“ sagen.

Johann Gleich

Herr Gleich hat es wieder verstanden, diese Reise in Gedichtform darzustellen und mit den Inhalten unserer Reise auszuschmücken.

Johann Kraus

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